Zuallererst habe ich mittlerweile alle zehn Sookie-Stackhouse- (oder eben TrueBlood-)Bücher gelesen und mein Fazit ist immer noch dasselbe, wie nach dem ersten Buch, denn die Autorin schafft es tatsächlich auch noch im 10. Buch Handlungen parat zu haben, die nicht willkürlich sind und sich die Charaktere nachvollziehbar verhalten zu lassen. Außerdem die Randinfo, dass wohl noch weitere Bücher folgen werden, was mich persönlich sehr freut, weil es echt angenehm war, diese Bücher zu lesen, denn nur gute Bücher "entführen einen in eine andere Welt" (okay dämlich ausgedrückt, ich weiß). Worauf ich aber hinaus will, ist dass es nicht bei jedem Buch so ist, dass mein eine perfekt hinterdachte Welt hat, in der auch die Nebenrollen ihre Daseinsberechtigung finden und ihre Story haben. Ich will hier jetzt keinen Vergleich mit Meistern wie Tolkien ziehen, aber ich denke schon, dass diese Bücher hier ein wenig Anerkennung verdient haben.
Nachdem das also abgeschlossen ist komme ich zu Walter Moers 13 1/2 Leben des Käpt´n Blaubär:
Auch ein Buch, dass sein eigenes Universum schuf (selbst wenn es hier nicht so gut zu erkennen ist):
Walter Moers Schreibstil überzeugt dabei auf ganzer Linie und auch wenn er einen bisweilen mir schier ewig anmutenden Ausschweifungen quält, scheint es doch gekonnt gesetzt. Alles, was zu beginn noch wie ein wahlloses Chaos erschien, setzte sich am Ende zu einer zusammenhängenden Geschichte zusammen. Hier bietet sich auch ein Vergleich zu per Anhalter durch die Galaxis an, denn beide Bücher enthalten ausschnitte aus anderen imaginären Büchern und wo PAddG Ausschnitte aus einem Reiseführer enthält, enthält dieses Werk hier Auszüge aus einem Lexikon, wodurch die völlig neue Welt beinahe greifbar erscheint. Außerdem enthält das Buch diverse Zeichnungen, die es deutlich einfacher machen, sich alles vorzustellen. Ein tolles Buch, bei dem ich wirklich jedem (egal welchen Alters) empfehlen kann, es zu lesen.
Gut. Als drittes habe ich Smaragdgrün gelesen, den dritten Teil jener Edensteintrilogie über Liebe und Zeitreisen (in dieser Reihenfolge). Ein Buch, dass mich nach Walter Moers sehr zum Schmunzeln brachte, weil die Schrift doppelt so groß und die Seiten doppelt so dick waren (so schafft man bei kleinen Mädchen die Illusion, die hätten viel gelesen, auch wenn man alles in 250 Seiten Softcover hätte packen können). Das wars dann auch schon fast mit der Beschwererei.. Das Buch ließt sich leicht und beschwerdenlos, was ich gut finde, da wir einen Ich-Erzähler haben (da wirkt das authentisch). Außerdem ist der Handlung größtenteils gut zu folgen, selbst wenn es manchmal ein wenig weit hergeholt scheint. EIn Buch also, dass man gut zwischendurch lesen kann (auch an einem Tag) und das wirklich lustig ist. Was mich allerdings ein wenig störte war das Ende, was nun wirklich das schlimmste Regenbogen-einhorn-Liebe-Blumen-Frühlings-Kitsch-ende ist, dass ich jemals erlebt habe. Also ein wenig hätte man sich da schon zügeln können, aber das mag möglicherweise daran liegen, dass ich ein Fan vom tragischen Ende bin. Leseempfehlung, wenn man etwas mit einem solchen Buch anfangen kann.
Jetzt liegen gar nicht mehr so viele Bücher auf meinem Stapel:
Die nächsten drei werden aber (ohne Gewähr)
- Aldous Huxley-Schöne neue welt
- George Orwell-1984
- Douglas Adams-Restaurant am Ende des Universums



