Mittwoch, 7. März 2012

The Boss of It All

Ich habe gestern per Zufall den Film The Boss of It All von Lars von Trier aufgenommen und kam heute dazu, ihn zu sehen:


Wie gewohnt erstmal die Randinformationen. Bei Regie und Drehbuch war hier wie erwähnt Lars von Trier tätig, ein Mensch, der einigen bereits ein Begriff sein sollte, denn er ist quasi das Enfant Terrible der Filmindustrie in Europa. Außerdem sorgte er anlässlich seines letzten Films Melancholia öffentlich für Schlagzeilen, aber das ist im Moment nicht Thema. Die Schauspieler sind mir allesamt unbekannt, da es sich vermutlich um dänische Schauspieler handelt.
Wovon handelt dieser Film?
Der Film beginnt ein wenig merkwürdig mit der Einblendung des Erzählers hier vom Regisseur selbst gegeben, der ankündigt, was für eine Art Film einen nun erwartet (eine Komödie) und der immer mal wieder einige Kommentare ablässt.
Die Handlung des Films ist etwas verstrickt und zwar findet man sich innerhalb einer kleinen IT-Firma wieder, in der der eigentliche Chef, von dem aber niemand weiß, dass er der Chef ist, einen Schauspieler engagiert, der den Chef spielen soll, damit der eigentliche Chef die Kritiken der Mitarbeiter auf ihn abschieben kann, während er selbst derweil versucht, die Firma zu verkaufen. Spannend wird dabei, wie die Machtverhältnisse sich langsam ändern und man zumindest bei den Hauptcharakteren eine gewisse Entwicklung wahrnimmt.

Die Optik des Films ist gewöhnungsbedürftig, einfach weil man von den etlichen Hollywoodfilmen perfekte Kameraführung gewohnt ist. Von Trier nutzte hier allerdings ein Kameraverfahren, dass ich für sehr bemerkenswert halte, denn per Computer ließ er die Kameras zufällig agieren, sodass die Schauspieler im Prinzip nicht wussten, wann sie gefilmt wurden. Das lässt die Optik teils chaotisch, teils einfach nur autentisch wirken.
Was ich außerdem erwähnenswert finde, sind die vielen "quasi" Running-Gags, die sich durch den Film ziehen, wie der Island-Dänemark Konflikt oder Edda-Zitate beziehungsweise Schauspielweisheiten.

Alles in allem ein Film, der mich auf jeden Fall neugierig auf weitere Lars von Trier Filme gemacht hat. Wenn man mal etwas Ungewohntes sehen möchte, dann empfehle ich diesen Film sicher. Gerade weil er dieses ganze Buisness-Sozialverhalten schön satirisch darstellt, was heute ja auch irgendwie aktuell ist.
HIER gehts zum Trailer.

L.

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