Dienstag, 28. Februar 2012

Angeklagt

Heute geht es um den Film "Angeklagt" (nicht, dass ihr euch wundert, über die Oscars kommt noch was).
Die Untertitel hier lauten, falls man es nicht lesen kann: Die Männer, die sie vergewaltigten, die Männer, die dabeistanden und zusahen, die Frau, der man vorwirft, alle provoziert zu haben.

Aber erstmal zu den allgemeinen Informationen.
Der Film ist aus dem Jahre 1988 und Regie führte Jonathan Kaplan. In den Hauptrollen sieht man Kelly McGillis (die man kennen sollte aus TopGun) und Jodie Foster (die man kennen sollte auch Schweigen der Lämmer). Letztere bekam einen Oscar für die Leistung in diesem Film (es war ihr erster Oscar).
Der Film handelt davon, dass eine Frau in einer Bar von mehreren Männern vergewaltigt wird, während andere dabei zusehen und miterleben muss, wie das Recht sich gegen sie stellt, weil es ihr an Zeugen mangelt und ihre Anwältin zunächst nicht besonders viel Vertrauen in sie lägt. Die Täter werden zu einem minderschweren Vergehen schuldig gesprochen und die Vergewaltigung aus den Akten gestrichen, doch schließlich beschließt die Anwältin, dass die Männer, die zugesehen haben angeklagt werden müssen und jene Gerichtsverhandlung bildet schließlich das große Finale des Films.

Gut. Wie gefiel er mir? Die Schauspieler waren allesamt überzeugend und besonders Jodie Foster hat hier den Oscar nicht zu unrecht erhalten. Der Film geht nahe, die Dialoge berühren und alles in allem hat der Film etwas sehr menschliches. Wie meine ich das? Wir haben keine flachen Heldencharaktere hier, sondern Rollen mit Schwächen und Fehlern, zu denen wir trotzdem als Zuschauer Sympathien entwickeln. Der Film spielt außerdem damit, dass viele Szenen erst gegen Ende gezeigt werden, auch wenn sie vorher geschehen, sodass man selbst sich immer mehr ein Bild davon macht, wer schuldig ist und wer ... naja nicht unbedingt unschuldig, aber in dem Fall das Opfer.
Ein Film, der einem zu denken gibt, wie man sich verhalten sollte und ein Film, der definitiv schockiert. Er ist es definitiv wert, angesehen zu werden.
Den englischen Trailer findet ihr hier:

L.

Freitag, 24. Februar 2012

Meine Oscar-Favoriten

Anfolgend meine Tipps für die Oscars. Diese beruhen zum Teil aus allgemeinen Favoriten, zum Teil aus eigenen Vorlieben und zum Teil aus Intuition:

Bester Film:
Extrem laut und unglaublich nah
Beste Regie:
M. Scorsese
Bester Hauptdarsteller:
Brad Pitt
Beste Hauptdarstellerin:
Meryl Streep
Bester Nebendarsteller:
Max von Sydow
Beste Nebendarstellerin:
Jessica Chastain
Bestes Original-Drehbch:
The Artist
Bestes adaptiertes Drehbuch:
Hugo Cabret
Bester Animationsfilm:
Der gestiefelte Kater
Bester Fremdsprachenfilm:
Nader und Simin
Bester animierter Kurzfilm:
The fantastic flying books of Mr Morris Lessmore
Bester Kurzfilm:
Raju
Bestes Szenenbild:
Hugo Cabret
Beste Kamera:
Verblendung
Bestes Kostümdesign:
Hugo Cabret
Bester Dokumentarfilm:
Pina
Bester Dokumentarkurzfilm:
The Tsunami and the Cherry Blossom
Bester Schnitt:
Verblendung
Bestes Make Up:
Die eiserne Lady
Beste Filmmusik:
Die Abenteuer von Tim und Struppi
Bester Filmsong:
Die Muppets
Bester Ton:
Gefährten
Bester Tonschnitt:
Gefährten
Beste visuelle Effekte:
Planet der Affen - Prevolution

Mal schauen, wie oft ich dieses Mal richtig liege.

L.

Sonntag, 19. Februar 2012

Zwei neue CDs, ein neuer Button und das Fasten

Als ich vor ein paar Tagen einkaufen war (eigentlich ohne irgendwelche Kaufvorhaben) sprangen mich zwei CDs nahezu an, die ich mir dann mitnahm. Näheres folgt jetzt.

Bei der ersten CD handelt es sich um : Deichkind - Befehl von ganz unten

Warum diese CD? Erstmal hatte mich das Lied in der Prosieben Werbung beinahe in den Wahnsinn getrieben, weil es bei Youtube überall von der GEMA gesperrt war (in seiner vollständigen Version) und daher hab ich dann das Lied mitgenommen. Hier könntet ihr mal ein wenig reinhören, wenn ihr wollt. Meiner Meinung nach kann man die ersten 3 Lieder vergessen und ab Leider geil (leider geil) ist dieses Album absolut genial. Bück dich hoch hat sich mitlerweile zu meinem Ohrwurm des Wochenendes gemausert und man kann es einfach nicht genug hören. Auch der Mond wunderbar. Alles sehr stimmig und sehr sehr Deichkind. Meiner Meinung nach kann es ganz entspannt mit Arbeit nervt und Aufstand im Schlaraffenland mithalten. Sehr hörenswert, wenn man den Humor versteht. Auch ich als jemand, der mit Techno und Electro gewöhnlich nicht viel anfangen kann, findet an diesem Album eine Freude.
Kaufempfehlung! (zumindest mal Hörempfehlung ^^)

Zweites Album war ziemlich unbedacht, denn ich lief im CD Geschäft so die Regale entlang und mit einem Mal starrte mich ein junger Udo Lindenberg unter seinem Hut hervor an.

Außerdem ein Preisschild mit der Angabe 5€. Und da es sich bei dieser Platinum Collection um eine Sammlung von vielen seiner früheren Lieder handelt wie: Das Mädchen aus Ost-Berlin und Alles klar auf der Andrea Doria, konnte ich nur zugreifen. Für das Geld handelt es sich um einen Schatz. Udo Lindenberg gehört neben Rio Reiser und Falco für mich zu den großen 3 der deutschsprachigen Sänger und da er der einzige ist, der offiziell noch am Leben ist, hat er eine Sonderstellung inne ^^.
Eine tolle CD, die sich gut hören lässt, wenn einen angesichts der neueren Musik mal wieder die Verzweiflung trifft und man sich jene Zeit zurücksehnt, in denen es noch schöner Stimmen und toller Texte bedarf, um Erfolg zu haben und nicht einen penetranten Bass (wirkt womöglich etwas bigott angesichts meiner Deichkind Review, allerdings hat Deichkind, wie ich nicht müde werde zu betonen, häufig geniale Texte, weshalb die für mich weiter unter guter Musik zählen). Da Udo Lindenberg von der GEMA nicht so internetverstümmelt wird, kann man sich die Lieder auch gut bei Youtube ansehen, wenn man das Geld nicht unbedingt für solche Musik ausgeben möchte. Kann ich nachvollziehen, weil ich gewöhnlich lieber aufeinander abgestimmte Alben höre, als die Zusammenschnitte von besonderen Liedern. Hat schon etwas von Verstümmelung, aber in diesem Fall macht mir das nicht so viel aus.

Okay jetzt kommen noch zwei kleine Ankündigungen:

1.) Unter den Posts findet ihr nun ein kleines Button mit der Aufschrift +1 mit dem ihr mich informieren könnt, ob euch der Post gefallen hat oder nicht, sodass ich die Art meiner Posts auf meine Leser abstimmen kann, falls es denn irgendwann ein paar mehr sind.

2.) Eine kleine Idee, die mir vor kurzem kam, als ich ein wenig recherschierte: Es handelt sich um das Thema
Fasten.
Kein Stress ich rede nicht von vollkommenem Verzicht auf jegliche Nahrungsaufnahme. In der Klausurenzeit erscheint mir das nicht als besonders intelligent. Ich spreche vielmehr davon, auf bestimmte Dinge zu verzichten.
Wie kam es dazu, da ich ja eigentlich dem Christentum nicht sehr zugeneigt bin (ich hatte vor meine Fastenzeit auf von kommenden Mittwoch bis Ostern dauern zu lassen; zumindest in der Theorie)?
Naja, als simpel gestrickter Mensch habe ich ersteinmal bei Wikipedia "Fasten" eingegeben und nach Zwecken gesucht. Was kam da neben den christlichen Sachen heraus?
  • Gewinn an seelischer Harmonie und Demut
  • Förderung der Wahrnehmung und der eigenen Aufmerksamkeit
  • Erhöhung der Willenskraft
  • Zuwachs an psychischer und sozialer Kontrolle bzw. Macht
  • Verzögerung des Alterungsprozesses
  • Erhöhung der Lebenserwartung
Klingt für mich alles positiv und annähernd so interessant, wie die fernöstliche Kultur, wie 5-Elemente-Ernährung, mit der ich mich vor einigen Jahren mal befasst hatte.
Was will ich nun also fasten? Wäre ich nicht Veganerin, würde ich vermutlich Fleisch fasten, aber dieses Laster habe ich bereits abgelegt.
Mein Vorhaben daher etwas, dass für mich nicht so einfach zu verzichten ist: Pasta und Reis. Beides etwas, das quasi täglich den Weg auf meinen Teller findet (das eine oder das andere; nicht beides) und was dann also schwieriger zu fasten ist. Außerdem werde ich es dann vermutlich, wenn ich auf meine Warmes Essen mittags nicht verzichten möchte, mit Gemüse ersetzen müssen, was meiner allgemeinen Vitalstoffversorgung nur zugute kommen kann.
Falls sich bei der ganzen Sache ein Effekt einstellen sollte, werde ich darüber berichten ;)
Werdet ihr auf irgendwas verzichten?/Haltet ihr soetwas für sinnvoll?

L.

Die nackte Wahrheit

Heute geht es um den Film: Die nackte Wahrheit

Okay, Randinfos: Bei dem Film handelt es sich laut Angaben um eine romantische Komödie (darauf werde ich später noch zu sprechen kommen), in der Katherine Heigl (die ich eigentlich als Schauspielerin nicht besonders mag) und Gerard Butler (den ich als Schauspieler echt gern mag) die Hauptrollen spielen. Erstere bekannt aus Grey´s Anatomy oder 27 dresses und zweiterer bekannt aus Tomb Raider - die Wiege des Lebens und 300 (Das ist Sparta !!). Regie führte Robert Luketic, der unter anderem für Natürlich Blond, 21 und Kiss and Kill verantwortlich war.
Hier erstmal der Trailer:

Gut. Wie fand ich den Film? Erst einmal muss ich sagen, dass die Schauspieler recht zufriedenstellende Arbeit geleistet haben, da man ihnen die Rollen abkauft, auch wenn sie auf starke Weise Klischees angepasst wurden (besonders die Hauptrollen). Dennoch war der Film zu 90% verdammt witzig dem ganzen musste ein echt gelungen verfasstes Drehbuch zugrunde liegen. Die Dialoge provozieren zwar und verwenden nicht umbedingt Worte, die Kinder hören sollten (daher wohl FSK 12), aber man kann es sich echt antun. Bis es zum Ende kommt und der Film sich auf das biederste in eine Schnulze (entschuldigt bitte die Wortwahl) verwandelt. Wo man vorher herzlich gelacht hat, folgt darauf ein Kopfschütteln, aber da die Zielgruppe dieses Films wohl zu 80% Frauen sind, kann man darüber hinwegsehen. Kurz gesagt: alles hat ein Happy End und am Ende haben sich alle lieb.

Was ich an dem Film allerdings ein wenig erschreckend fand, was wie sehr Gerard Butler gealtert ist (ich mein so alt ist er noch nicht, aber im Vergleich zu anfänglichen Filmen: seht selbst!


Versteht mich jetzt nicht falsch, ich bin auf jeden Fall pro natürlicher Alterungsprozess, aber wenn man so etwas nicht durchgehend verfolgt, kann das schon erschreckend sein. Gerade, wenn man den Kontrast zu Tomb Raider vor Augen hat.

Empfehle ich den Film nun? Auf jeden Fall. Es ist zwar kein Film, den man gesehen haben muss, aber gerade auf einem DVD-Abend nur mit Frauen wird er seinen Zweck nicht verfehlen. Es ist definitiv einen Film, den man eher in der Gruppe sehen sollte und man sollte darauf gefasst sein, dass er nicht durchgehend so lustig ist, wie zu Anfang, aber er ist grundsätzlich nicht schlecht. Zumindest, wenn man mit dem Genre was anfangen kann und eine Romantische Komödie ist es echt erst gegen Ende. Dialoge, Besetzung, Timing... alles sitzt in diesem Film zufriedenstellend. Guckt ihn, wenn ihr wollt, wenn nicht, dann nicht.

L.

Samstag, 18. Februar 2012

Extrem laut und unglaublich nah

Heute geht es um den Film: Extrem laut und unglaublich nah


Erstmal einige Informationen über den Film:
Mit Tom Hanks und Sandra Bullock, sowie John Goodman und Max von Sydow ist dieser Film mit einigen bekannten Namen besetzt, die aber keineswegs deplatziert sind, sondern tatsächlich passend gecastet. Der Junge, der die Hauptrolle innehat, gibt hier allerdings sein Schauspieldebut (Hut ab!)
Die Romanvorlage zu dem Buch lieferte Jonathan Safran Foer, der mir vermutlich nur ein Begriff ist, weil ich Veganerin bin und er mit seinem Buch "Tiere essen" ziemliches Aufsehen erregt hat. Der Regisseur Stephen Daldry sollte vielen ein Begriff sein, da er sowohl "Der Vorleser" als auch  "Billy Elliot - I will dance" gemacht hat.

Ich habe mir den Film angesehen, weil ich den Trailer ziemlich mitreißend fand, was mich erstaunte, da ich zuvor nicht viel von dem Film gehört hatte (bis ich von seiner Oskarnominierung erfuhr). Und ich muss sagen, dass dieser Film meiner Ansicht nach vollkommen zu Recht als Bester Film nominiert ist und ich überhaupt gar nichts dagegen hätte, wenn er ihn bekäme. Seit langem hat mich kein Film mehr so bewegt (ja ich musste weinen, aber wer in diesem Film nicht zumindest ein flaues Gefühl bekommt, der versteht ihn vermutlich nicht). Kurzes zur Handlung: Der Vater eines Jungen stirbt während der Anschläge am 11. September. Zuvor hat er ihm immer Rätsel aufgegeben, um den Jungen zu fordern. Ein Jahr nach dem der Vater gestorben ist, findet der Sohn in einer Vase einen Umschlag auf dem "Black" steht und in dem sich ein Schlüssel befindet. Mit dem Vorhaben, jede Person mit Namen Black in New York City aufzusuchen, startet der Junge eine Odyssee, bei dem er viele Menschen trifft und wie es ausgeht... nun ja: Guckt euch den Film an !
Was mich besonders faszinierte, war die Art und Weise, auf die dieser Film wirkt, nämlich keineswegs durch Überzogenheit, sondern vielmehr durch Dialoge, die so treffend platziert sind, dass man hierfür nur allen Beteiligten ein Kompliment machen kann. Und wie realistisch dieser Junge die keinesfalls leichte Rolle des Protagonisten spielt, da könnten sich einige Schauspieler, die dieses Jahr als bester Schauspieler nominiert sind, noch eine Scheibe abschneiden (z.B. Mr. Clooney!).
Nachdem ich ihn gesehen hatte, musste ich sofort einen Vergleich zu "The Descendants" ziehen, denn diesem Film hier gelingt meiner Meinung nach, was der andere nur versucht, denn er berührt und zwar nicht immer nur auf angenehme Weise. Die Charaktere sind alle sehr vielschichtig aufgebaut und niemand ist ohne Grund in diesem Film und das Ende scheint auch nicht willkürlich, weil alles ein Ende haben muss sondern gekonnt und abschließend. Gehört definitiv zu den besten Filmen, die ich in meinem Leben gesehen habe und das will schon etwas heißen.

L.

Sonntag, 12. Februar 2012

Die Sookie-Stackhouse-Buchreihe

Nach meinem kürzlichen True-Blood-Marathon, habe ich mich entschieden, mir die Bücher, die der Serie als Vorlage dienten, zu kaufen. Und da es bei Weltbild die Bücher in dreier-Sets für je 14€ (ungefähr) gibt, habe ich mir sogleich die ersten sechs gekauft (von insgesamt 10) und das erste auch schon gelesen.
Erstmal zum Allgemeinen:
Die Autorin heißt Charlaine Harris und schreibt hauptsächlich Mystery-Geschichten und dabei größtenteils Serien (nicht TV-Serien, sondern mehrere Bücher, die eine zusammenhängende Thematik bzw einen einheitlichen Protagonisten haben ;)  )
Die deutsche Übersetzung der Titel ist übrigens etwas, über das ich mich schon wieder sehr aufregen könnte, weil dieses mal einfach versagt wurde. Normalerweise ist es bei Vampirbuchreihen so, dass auf einen einheitlichen Nenner bei der Namensgebung geachtet wurde, wie wie das sich Wiederholen des Wortes: Bis(s); Vampir; (Un)tot; etc...
Und hier -> seht selbst:
1. Vorrübergenend tot                   (Dead until Dark)
2. Untot in Dallas                          (Livind Dead in Dallas)
3. Club Dead                                (Club Dead)
4. Der Vampir, der mich liebte      (Dead to the World)
5. Vampire bevorzugt                   (Dead as a Doornail)
6. Ball der Vampire                      (Definitely Dead)
7. Vampire schlafen fest                (All together Dead)
8. Ein Vampir für alle Fälle            (From Dead to Worse)
9. Vampirgeflüster                         (Dead and Gone)
10. Vor Vampiren wird gewarnt    (Dead in the Family)

... Naja also ab dem 4. Buch, wurde sich offenbar geeinigt. Die englischen Titel halte ich, auch wenn sie nicht viel einfallsreicher sind, zumindest für intelligenter gewählt.

Was ist zum ersten Buch zu sagen?
Nun gut, es ist wohl kein Buch, was man gelesen haben muss, aber es ist ein angenehmes und nicht dumm geschriebenes Buch. Nachdem die Charaktere einige Anlaufschwierigkeiten haben, weil zum Beispiel der Hauptcharakter sich selbst charakterisiert mit (ich zitiere): "Ich bin nämlich hübsch." (S.1).
Allerdings entgegen meiner Erwartungen sind die Charaktere sehr gekonnt entwickelt worden und das Buch war gut zu lesen. Sonst ist es bei solchen Büchern häufig so, dass man ab und an Szenen hat, die einfach kein Ende finden, aber eigentlich auch gar keine Bedeutung haben (ich denke, sowas sollte sich in KEINEM Buch befinden), doch hier sind die Nebenstränge sehr knapp gehalten und führen immer zu irgendeinem Ergebnis für den Leser.
Außerdem muss ich sagen, dass das Buch sehr nah an der Serie (bzw. andersherum ^^) verläuft. Daher bin ich gespannt auf die Bücher, deren Verfilmung ich noch nicht gesehen habe, aber ansonsten kann ich nur empfehlen, dass jemand, der nach leichter, klug geschriebener Lektüre sucht und mit dem Genre etwas anfangen kann bzw. True Blood mochte, diese Bücher ließt.

L.

Zwei eher enttäuschende Filme

In jüngster Vergangenheit habe ich zwei relativ neue Filme gesehen, an die ich beide recht hohe Erwachtungen setzte, die sie beide leider nicht so recht erfüllen konnen:
The Descendants
Eine dunkle Begierde

Aber fangen wir mit dem ersten an. Gesehen habe ich ihn, weil ich wissen wollte, welcher Film George Clooney seine OscarNominierung bescherte und sogar selbst als bester Film nominiert ist. Daher erwartete ich einen Film, an dem irgendetwas neues, gutes oder besonderes wäre, um diese "Ehre" zu rechtfertigen. Bitte versteht mich nicht falsch, der Film ist keineswegs schlecht, aber er war einfach so enorm durchschnittlich, dass ich beide Nominierungen nicht verstand. Mir persönlich hatten es in dem Film besonders die Musik (ich hatte vorher nie viel Musik aus Hawaii gehört; sehr angenehm) und eben die Landschaftsaufnahmen angetan. Die Story: Mann und Frau hatten sich auseinandergelebt (quasi) und Frau hat dann Unfall und fällt ins Koma (stirbt später) woraufhin Mann dann mithilfe der Kinder entdeckt, dass sie eine Affäre hatte und alles verarbeitet etc.
Wir haben also keinen dramatischen Aufbau, sondern einfach eine Geschichte, die so vor sich hin läuft und eigentlich nicht zum Schluss kommt. Einiges hätte man sicher kürzen können.
Außerdem gefällt mir George Clooneys Schauspielerei hier mäßig. Zum ersten ist er erschreckend alt geworden, was ja nichts schlechtes ist, aber er spielt eben immer genau so, wie sonst auch immer. Beeindruckend allerdings die Leistung von Shailene Woodley, die seine Tochter spielt.
Außerdem frage ich mich die ganze Zeit, ob es notwendig war, mit der Rolle "Sid" (einem Freund der Tochter) jemanden einzubauen, der das ganze durch stumpfe Bemerkungen irgendwie zu entkrampfen scheint. Ich denke, dass alles dramatischer wäre, wenn diese Rolle gefehlt hätte, auch da man quasi die ganze Zeit nicht weiß, was dieser Typ da eigentlich soll.
Möglicherweise ein Film, den man sich gut ansehen kann, aber keinesfalls ein "Den muss ich gesehen haben"-Film.

Zum zweiten Film. Eine dunkle Begierde besticht hauptsächlich durch Besetzung, Kostümierung und Ambiente. Alles wirkt recht autentisch auf mich. Das war es dann aber auch schon mit dem Lob. Alle irgendwie erwähnenswerten, da handlungsbeinhaltenden Scenen fand man übrigens bereits im Trailer, weshalb sich ein Gucken beinahe erübrigt, denn diesem Film fehlt es deutlich an Feingefühl. Die Charaktere werden zwar "tief" dargestellt, bleiben alle aber irgendwie stumpf dabei, was sehr schade ist, da Keyra Knightley hier wirklich gut spielt und ein paar vernünftig platzierte Dialoge sicher nicht geschadet hätten.
Ganz im Gegenteil. Wichtiges wird ausgelassen, wir haben große Zeitsprünge. Die Charaktere laufen sprunghafte Entwicklungen durch, von denen der Zuschauer im Prinzip überrollt wird und das Ende lässt mehr als zu wünschen übrig. Auch hier ein Film, der mehr oder weniger nur vor sich hin vegetiert und irgendwann zu einem Abschluss kommt, weil das Band zuende ist. Ein Film über Psychologen, die sich gegenseitig analysieren, ihre eigenen Patienten werden und alle sehr auf irgendwelche Klischees heruntergebrochen werden.
Also zusammengefasst: gute Schauspieler die schlechte Vorlagen mäßig umsetzen. Vielleicht einzig und allein deshalb zu empfehlen, weil Keyra Knightley sehr überzeugend eine geistig labile Frau spielt, ansonsten aber nicht sehr sehenswert ist.

L.

Samstag, 4. Februar 2012

Oscarnominierungen 2012

So hier kommt die Liste der Nominierten in den jeweiligen Kategorien. Meine Empfehlungen werden folgen, sobald ich einige Anzahl an Filmen gesehen habe.

Bester Film:
The Artist
The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten
Extrem laut und unglaublich nah
The help
Hugo Cabret
Midnight in Paris
Moneyball - Die Kunst zu gewinnen
The tree of life
Gefährten  (engl. Titel: War horse)
Meine entgültigen Tipps folgen natürlich noch, aber die Filme die aufgrund ihrer Trailer erstmal den Eindruck eines Sehenswerten Films erwecken sind Extrem laut und unglaublich nah, sowie Gefährten. Allerdings kannte ich die Trailer auch vorher nicht und bin gerade deshalb positiv überrascht.
Weiter im Text:
Beste Regie:
Michel Hazanavicius (the artist) -> noch nicht wirklich bekannt
Alexander Payne (the descendants) -> bekannt aus: About Schmidt
Martin Scorsese (Hugo Cabret)  -> bekannt aus: Gangs of New York; Aviator; Shutter Island
Woody Allen (Midnight in Paris) -> bekannt aus: Sehr sehr vielen Filmen
Terrence Malick (Tree of life) -> bekannt aus: keinem mir bekannten Film
Bester Hauptdarsteller:
Demián Bichir
George Clooney
Jean Dujardin
Gary Oldman
Brad Pitt
Beste Hauptdarstellerin:
Glenn Close
Viola Davis
Rooney Mara
Meryl Streep
Michelle Williams
Bester Nebendarsteller:
Kenneth Branagh
Jonah Hill
Nick Nolte
Christopher Plummer
Max van Sydow
Beste Nebendarstellerin:
Bérénice Bejo
Jessica Chastain
Melissa McCarthy
Janet McTeer
Octavia Spencer
Bestes Originaldrehbuch:
The Artist
Brautalarm
Der große Crash
Midnight in Paris
Nader und Simin
Bestes adaptiertes Drehbuch:
The Descendants
Hugo Cabret
The ides of March
Moneyball
Dame, König, As, Spion
Bester Animationsfilm:
A cat in Paris
Chico und Rita
Kung Fu Panda 2
Der gestiefelte Kater
Rango
Bester Fremdsprachenfilm:
Bullhead
Hearat Shulayim
In Darkness
Monsieur Lazhar
Nader und Simin
Bester animierter Kurzfilm:
Dimanche
The fantastic flying books of Mr. Morris Lessmore
La Luna
A Morning Stroll
Wild Life
Bester Kurzfilm:
Pentecost
Raju
The Shore
Time Freak
Tuba Atlantic
Bestes Szenenbild:
The Artist
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes
Hugo Cabret
Midnight in Paris
Gefährten
Beste Kamera:
The Artist
Verblendung
Hugo Cabret
The Tree of Life
Gefährten
Bestes Kostümdesign:
Anonymus
The Artist
Hugo Cabret
Jane Eyre
W.E.
Bester Dokumentarfilm:
Hell and back again
If a tree falls: the story of the earth liberation front
Paradise lost 3
Pina
Undefeated
Bester Dokumentarkurzfilm:
The barber of Birmingham
God is the bigger Elvis
Incident in new Baghdad
Saving Face
The Tsunami and the Cherry Blossom
Bester Schnitt:
The Artist
The Descendants
Verblendung
Hugo Cabret
Moneyball
Bestes Make-Up:
Albert Nobbs
Harry Potter
Die eiserne Lady
Beste Filmmusik:
Die Abenteuer von Tim und Struppi
The Artist
Hugo Cabret
Dame, König, As, Spion
Gefährten
Bester Filmsong:
Die Muppets
Rio
Bester Ton:
Verblendung
Hugo Cabret
Moneyball
Transformers 3
Gefährten
Bester Tonschnitt:
Drive
Verblendung
Hugo Cabret
Transformers 3
Gefährten
Beste visuelle Effekte:
Harry Potter
Hugo Cabret
Real Steel
Planet der Affen : Prevolution
Transformers 3


Puh... Das reicht jetzt aber. Ich garantiere übrigens nicht für die Richtigkeit, falls ihr einen Fehler findet, also bitte in die Kommentare und ich werde es ändern. Bis dahin!
L.

Freitag, 3. Februar 2012

Zweiundvierzig

Habe heute das Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" beendet und bin vollkommen zufrieden damit. Es war schlichtweg ein geniales und gut zu lesendes Buch mit sehr viel Charme und Humor. Dummerweise stellte ich erst etwas zu spät bemerkt, dass er Teil einer sogenannten "Trilogie in fünf Teilen" ist, der außerdem noch durch einen anderen Autor um einen sechsten Teil ergänzt wurde. Es existieren also die Teile:
1. Per Anhalter durch die Galaxis
2. Das Restaurant am Ende des Universums
3. Das Leben, das Universum und der ganze Rest
4. Macht´s gut und danke für den Fisch
5. Einmal Rupert und zurück
(6.) Und übrigens noch was

Genug Hintergrundinformationen und zurück zu meiner Meinung.
Es gab einiges, was ich als herausragend und erwähnenswert erachte.
Sehr erfrischend finde ich beispielsweise, den Schreibstil von einem Buch, in einem Buch. Genau genommen von dem Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" in dem Buch "Per Anhalter durch die Galaxis". Zu kompliziert? Na gut. Also das Buch (ja genau, das von Douglas Adams), handelt unter anderem von dem Anhalter Ford Prefect, der ständig mit einer Art "Buch" (eher eine Art Computer) herumläuft, in dem sich Informationen zu allerlei Obskuritäten des Universums finden und Auszüge jener Einträge finden sich auch in dem Buch. (Verständlicher geht es nun wirklich nicht.)
Außerdem gefielen mir die teilweise handlungsvorwegnehmenden Kommentar des auktorialen Erzählers, der beispielsweise gegen Ende des Buches, als sich zwei Atomsprengköpfe auf das Raumschiff zubewegen, vorwegnimmt: Es wird nichts schlimmes geschehen. Jemand wird sich den Arm verstauchen und zufällig werden ein Pottwal und ein Petunientopf entstehen und darauf wieder ihr Leben lassen.
-> und obwohl man genau weiß, was geschehen wird sitzt man (bzw. ich) da und denke: Nein, gleich haben die Sprengköpfe sie. Nooooin.
Es nimmt also keineswegs die Spannung, das die Handlung vorweg genommen wird.
Ein dritter wirklich erwähnenswerter Punkt ist die brilliante Logik, die den Büchern innewohnt und alles bin ins Detail verständlich macht, selbst wenn es total paradox und absurd erscheint, wie die Tatsache, dass der Mensch nur das drittintelligenteste Lebewesen auf der Erde sei (Nach Maus und Delphin) (P.S. Nicht, dass ihr mich falsch versteht, ich halte den Mensch insgesamt nicht für besonders intelligent mit wenigen Ausnahmen, aber große Intelligenz taucht auch nicht bei so vielen Tieren auf -> zumindest zerstören sie nicht mutwillig ihren Lebensraum... ich schweife schon wieder ab)
jedenfalls erklärt Adams diese Tatsache so absurd und zeitgleich brilliant, dass man einfach nur schmunzeln muss. Außerdem hat das Buch mich gelehrt, warum es gut ist, immer sein Handtuch dabei zu haben.
Ich werde mir wohl auch die anderen Bücher anschaffen und mir diese zu Gemüte führen. Es war einfach ein gutes Leseerlebnis.
Hier nochmal der Trailer zur Verfilmung:

-> Ich bin allerdings nicht sicher, ob die Handlung vollkommen identisch ist, oder (wie ich annehme) durch weitere Szenarien ergänzt wurde, denn alles in allem ist die Handlung des Buches für einen Film beinahe zu überschaubar gewesen. Aber bildet euch selbst eine Meinung. Ich werde mir bei Gelegenheit auch noch den Film ansehen und schauen, inwiefern sie übereinstimmen.
L.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Schlechtes Gewissen

Mir fiel soeben auf, dass es schon einige Zeit her ist, seit ich das letzte Mal etwas gepostet habe, deshalb komme ich dem nun nach. Dummerweise komme ich in letzter Zeit einfach zu nichts, weil ich entweder in Abiturvorbereitungen stecke (die Zeit vergeht wie im Flug) oder meine Zeit mit Banalitäten vergeude, denn wie ich leider zugeben muss, bin ich gerade dabei sämtliche Staffeln "True Blood" anzusehen -> herzlichen Dank nochmal Vera ...
Das Blöde ist, dass diese Serie zu Beginn im Prinzip nicht besonders gut war, was die Handlung oder die Charaktere betraf, doch jedes Mal, wenn es endete, brachte es mich dazu, weiterzuschauen, weil man einfach keinen Abschluss fand. Jetzt wo ich grad bei Staffel 4 bin und mir langsam erlaube, ein Urteil zu bilden, muss ich sagen, dass es handlungstechnisch immer noch nicht so überragend ist, aber ich finde es doch guckenswert und die Charaktere gewinnen immer mehr an Sympathie. Außerdem wusste ich zuvor gar nicht, dass Anna Paquin die Hauptrolle spielt (die ich zuvor schon aus X-Men kannte und die zudem die bisher zweitjüngste Oskargewinnerin aller Zeiten ist) und auch Alexander Skarsgard (mein Favorit in der Serie) spielt absolut gut. Allerdings kaufe ich Stephen Moyer den Vampir nicht ab, selbst wenn er Bill heißt, was wie ich finde absolut kein Vampirname sein sollte. Allerdings eine erfrischende Abwechslung von den typisch osteuropäischen Namen, die man sonst so gewohnt ist.
Also mein allgemeines Serienfazit: Staffel 4 bisher die beste, aber ansonsten sehr erheiternd und gelungene Ablenkung, auch wenn ich ständig Gedanken hatte wie: Ich muss jetzt lernen ABER EIGENTLICH würde ich jetzt viel lieber True Blood gucken. Glücklicherweise oder aber leider fehlen mir nur noch wenige Folgen und dann hab ich alles gesehen.
Was ich allerdings sagen muss, ist das ich bisher bei keiner Serie, die ich regelmäßig gucke (und es sind einige) die Musik so ausgezeichnet fand. Und damit beziehe ich mich nicht nur auf das Intro:

Nach jeder Episode folgt im Abspann ein anderes Lied, was meiner Ansicht nach bisher immer hörenswert war und ich werde mich im folgenden sicher noch näher damit beschäftigen und mich auch hier dazu äußern, wenn ich dazu komme. Wer interesse hat, sollte einfach mal bei Amazon nach den Soundtracks gucken und nach die Lieder dann Probe-hören. Sehr sehr lohnenswert.

Außerdem sind seit neuestem die Oscarnominierungen draußen, wozu ich mich auch noch äußern wollte, auch wenn ich dieses Jahr im Vergleich zum letzten, sehr wenig Filme gesehen habe, auch wenn ich hoffe bis zur Verleihung zumindest noch The Artist und Hugo gesehen zu haben. Außerdem den George Clooney Film, dessen Namen ich immer vergesse. Ich bin grad gar nicht sicher, ob Mr. Clooney auch als bester Hauptdarsteller nominiert ist, aber es wäre wenn ich mich nicht irre sein erster Oscar als bester Hauptdarsteller. Und ich glaube Brad Pitt ist auch nominiert, der bisher noch gar keinen Oscar bekommen hat. Mal sehen. Ich werde hier noch einmal eine Liste mit den Nominierungen posten und wie meine Tipps sind, wenn ich einige weitere Filme gesehen habe.
L.