Samstag, 18. Februar 2012

Extrem laut und unglaublich nah

Heute geht es um den Film: Extrem laut und unglaublich nah


Erstmal einige Informationen über den Film:
Mit Tom Hanks und Sandra Bullock, sowie John Goodman und Max von Sydow ist dieser Film mit einigen bekannten Namen besetzt, die aber keineswegs deplatziert sind, sondern tatsächlich passend gecastet. Der Junge, der die Hauptrolle innehat, gibt hier allerdings sein Schauspieldebut (Hut ab!)
Die Romanvorlage zu dem Buch lieferte Jonathan Safran Foer, der mir vermutlich nur ein Begriff ist, weil ich Veganerin bin und er mit seinem Buch "Tiere essen" ziemliches Aufsehen erregt hat. Der Regisseur Stephen Daldry sollte vielen ein Begriff sein, da er sowohl "Der Vorleser" als auch  "Billy Elliot - I will dance" gemacht hat.

Ich habe mir den Film angesehen, weil ich den Trailer ziemlich mitreißend fand, was mich erstaunte, da ich zuvor nicht viel von dem Film gehört hatte (bis ich von seiner Oskarnominierung erfuhr). Und ich muss sagen, dass dieser Film meiner Ansicht nach vollkommen zu Recht als Bester Film nominiert ist und ich überhaupt gar nichts dagegen hätte, wenn er ihn bekäme. Seit langem hat mich kein Film mehr so bewegt (ja ich musste weinen, aber wer in diesem Film nicht zumindest ein flaues Gefühl bekommt, der versteht ihn vermutlich nicht). Kurzes zur Handlung: Der Vater eines Jungen stirbt während der Anschläge am 11. September. Zuvor hat er ihm immer Rätsel aufgegeben, um den Jungen zu fordern. Ein Jahr nach dem der Vater gestorben ist, findet der Sohn in einer Vase einen Umschlag auf dem "Black" steht und in dem sich ein Schlüssel befindet. Mit dem Vorhaben, jede Person mit Namen Black in New York City aufzusuchen, startet der Junge eine Odyssee, bei dem er viele Menschen trifft und wie es ausgeht... nun ja: Guckt euch den Film an !
Was mich besonders faszinierte, war die Art und Weise, auf die dieser Film wirkt, nämlich keineswegs durch Überzogenheit, sondern vielmehr durch Dialoge, die so treffend platziert sind, dass man hierfür nur allen Beteiligten ein Kompliment machen kann. Und wie realistisch dieser Junge die keinesfalls leichte Rolle des Protagonisten spielt, da könnten sich einige Schauspieler, die dieses Jahr als bester Schauspieler nominiert sind, noch eine Scheibe abschneiden (z.B. Mr. Clooney!).
Nachdem ich ihn gesehen hatte, musste ich sofort einen Vergleich zu "The Descendants" ziehen, denn diesem Film hier gelingt meiner Meinung nach, was der andere nur versucht, denn er berührt und zwar nicht immer nur auf angenehme Weise. Die Charaktere sind alle sehr vielschichtig aufgebaut und niemand ist ohne Grund in diesem Film und das Ende scheint auch nicht willkürlich, weil alles ein Ende haben muss sondern gekonnt und abschließend. Gehört definitiv zu den besten Filmen, die ich in meinem Leben gesehen habe und das will schon etwas heißen.

L.

1 Kommentar:

  1. Jo. Es beruhigt mich, dass der Film gut ist, das hatte ich nach dem Trailer nämlich erwartet. Und jetzt weiß ich auch endlich, wieso der Junge die ganze Zeit an Haustüren klingelt, das hat mir der Trailer nicht verrataten.

    AntwortenLöschen