Donnerstag, 19. Januar 2012

Die Seele aller Wesen ist ihr Duft

Heute geht es um Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders.
Ich habe diesen Film zwar bereits zuvor gesehen, aber gestern wurden meine Erinnerungen daran nochmal aufgefrischt, als meine Mutter sich mit mir darüber unterhalten wollte, wie schlecht dieser Film sei. Doch wenn dieser Film eines nicht ist, dann schlecht. Da lag die Annahme nahe, meine Mutter hätte den Film nicht verstanden oder sich zumindest nicht darauf eingelassen, denn dieser Film schafft es, einige der zentralen Aspekte des Buches gekonnt darzustellen.
Der Hauptcharakter Grenouille, erscheint trotz wechselnder Umgebung (Paris, Grasse) immer unpassend dazu, beinahe als behafte ihm eine gewisse Art Unmenschlichkeit, nicht in Form von besonderer Grausamkeit, aber in Form von einer Andersartigkeit. Und obwohl er ein Mörder ist, und das ist er, denn er tötet bewusst und geplant, entwickelt der Zuschauer eine Art Sympathie für ihn, als das missverstandene Individuum, das er darstellt und darin liegt die Stärke des Films. Ich entdecke gewisse Parallelen zu "Das Schweigen der Lämmer", nicht, weil er eine Ähnliche Gefühlslage ausdrückt, denn dieser Film ist nicht annähernd so verstörend, sondern weil wir in beiden Fällen Sympathien für Menschen entwickeln, die auf ihre bestimmte Art und Weise Monster sind und das soll uns beunruhigen. Zumindest bei mir wurde diese Intention nicht verfehlt.
Was ebenfalls positiv zu bemerken ist, ist die grandiose Besetzung der vielen Rollen, gerade des Hauptcharakters und des Mädchens mit den Mirabellen. Aber auch Dustin Hoffman und Alan Rickman liefern gewohnt gute Leistung ab.
Hier gehts zum KinoTrailer
Insgesamt finden wir hier sicher einen Film, den man mehr als einmal anschauen kann und vielleicht auch muss, um ihn richtig zu verstehen. Eine ganz klare Empfehlung meinerseits. Natürlich auch zum Lesen des Buches, welches noch einige weitere Szenen beinhaltet, doch zu guter letzt handelt es sich um eine Umsetzung, die alles wichtige gut wiedergibt.
L.

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